Endlich allein

Naja, das sei so eine Selbstreferenztalkshow halt; man bilde sich zwei Tage lang ein, dass man irgendwo dazugehört, und lasse sich dafür von Mobilfunkulis und Zwonullsusen angraben. Die Location sei ja sowieso seit Jahren nur noch als leere Hülle für seltsame Kuppelparties bekannt.

Und dass der betriebsame Olli einmal Icons für siebzehn verschiedene Lesezeichendienste über jedem seiner Einträge haben würde, habe sich auch schon damals im Usenet abgezeichnet.

Ernsthafte Fremdscham und vorübergehende Sorge um die Zukunft der Form habe er eher empfunden, als der verschollene Sofist seinen Chefredakteursavatar neulich irgendwo habe sagen lassen, dass die P. erotisch ausstrahle.

Man müsse eben wie immer dahin gehen, wo die Maschinen einen nicht fänden.


 
 
 

1 Kommentar zu “Endlich allein”

  1. bov
    16.04.2007 um 12:03 Uhr

    über den zweiten absatz musste ich lachen. ich hab nachgezählt, es sind tatsächlich siebzehn. sein traum ist ja die direkte verbindung hirn-netz, doch die umwege dahin scheinen ziemlich verschlungen.

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