Monatsarchiv für October 2008

 
 

Obama wird

der Präsident | konkret | zurückhaltend | zu 95,1 Prozent US-Präsident | nicht über Wasser gehen | nicht lange Präsident sein | nicht der Erlöser sein | Osama | an der Siegessäule reden | konkreter | es schaffen | zur Touristen-Attraktion | siegen | sich all diesen Problemen stellen müssen | der gleiche tumbe Antiamerikanismus entgegenschlagen wie auch seinen Vorgängern | ab und zu rückfällig | weder gekreuzigt noch erschossen | heute Nacht vor rund 80.000 Menschen in einem Football-Stadion seine Nominierung annehmen | geboren | für die Demokraten gegen John McCain antreten | Amerika und die Welt zum Besseren verändern | Rassenprobleme nicht lösen | den Checkpoint Charlie besuchen | die Wahl verlieren | schmutzig | am Donnerstag von Merkel im Kanzleramt empfangen | bei seinem Berlin-Besuch am 24. Juli an der Siegessäule öffentlich auftreten | lächeln | der erste schwarze Präsidentschaftskandidat der USA | Präsidentschaftskandidat vor 18 Wochen | am Dienstag an einer Spendengala in Beverly Hills teilnehmen | Präsidentschaftskandidat und verliert gegen McCain | in seiner Rede zwar von gleichberechtigten Partnerschaften sprechen | dank der TV-Serie “24” gewinnen | bei seinem Deutschland-Besuch wohl nicht vor dem Brandenburger Tor in Berlin auftreten | immer beliebter | persönlich | die Botschaften aber sicher besser verpacken | Rhetorik-Blitze schleudern, seinem Volk vom Olymp aus die Richtung weisen | zwei Punkte ansprechen | im Internet als großer Sänger gefeiert | hart und unfair angegriffen | “Sympathisant” | doch nicht nach Rheinland-Pfalz weiterreisen | in dieser Nacht stattfinden | ’s auf konventionelle Art packen müssen | am Donnerstag in Berlin erwartet | Filmstar | zeigen, dass Hass und Hoffnung näher beieinander stehen, als man glaubt | am 4. November zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt | hier zwar nicht formell, aber de facto fast so behandelt | den gesamten Tag in Berlin verbringen und dabei ein volles Programm absolvieren | heute in Paris erwartet | der erste Präsident der Generation Web 2.0 werden | böse | neben Israel auch Palästinensergebiete besuchen | für zwei Tage nach Hawaii fliegen | dem linken Flügel der Demokraten zugerechnet | die ideale Identifikationsfigur | bush sicherlich nicht folgen | zu sehr überbewertet | eben vielfach nicht als normaler Politiker wahrgenommen | verleumdet als potenzieller Mörder | die Interessen der in Amerika herrschenden Finanzoligarchie vertreten | ein Präsiedent für Amerika sein | wie McCain, eine harte Linie in der Georgienkrise einschlagen | der erste schwarze Präsident sein | auch von Berlin geliebt | noch viele Bewährungsproben überstehen müssen | Populist | nach der Macht greifen | weder ein Bier trinken noch etwas neues sagen | nicht mit Samthandschuhen gearbeitet | von den großen Konzernen bezahlt | einige spezielle Gruppen durch seine Themen gewinnen | auch dafür Sorge tragen | getötet | nicht schlimmer als Bush | von vielen umjubelt | seinen Co-Runner als Vice-President über SMS bekannt geben | nach allen Regeln der Kunst wie ein Markenartikel verkauft | in Deutschland bereits als der nächste Kennedy betrachtet | US-Präsident, wegen den Gründen, die auch proirm genannt hat | in die Geschichte eingehen | sich ihnen anschließen | [Q]

Obama soll

Kolumbianern Glück bringen | mit Merkel über Wirtschaftsfragen sprechen | USA aus der Misere führen | die Wahl verlieren! | über UFOs und Außerirdische informiert werden | beim Besuch in Berlin im Uni-Hörsaal reden | sich bei ihm einschleimen | gestern gesehen worden sein als er zu Fuss über den Lake Michigan gegangen ist | mit Terroristen in Kontakt gestanden haben | abziehen | an der Siegessäule stattfinden | Präsident werden | auf Kennedy und Reagan verzichten | Sie auf infizierte Webseiten locken | es richten | nach Frankfurt kommen | die Wahl verlieren | am Großen Stern sprechen | sehen, dass die deutsche Bevölkerung einen Wechsel in der Klimapolitik erwartet | dabei mit William Ayers in Verbindung gebracht werden | nass werden | mich am Arsch lecken | am Gendarmenmarkt sprechen | stärker hinsichtlich seines Charakters angegriffen werden | die meisten Delegierten in Texas gewonnen haben | der Vize von Hillary Clinton werden | sich dagegen weiter als staatstragend präsentieren können | bohrende Fragen zu dem Rettungspaket gestellt haben | bereits seit Mai 2007 vom Secret Service beschützt werden | Kings Traum erfüllen | überall reden können | deutlich gemacht werden, dass John McCain nichts von Computern versteht | Mehrheit für Nominierung erreicht haben | auf Parteitag in die Geschichte eingehen | die elitären Wall-Street-Finanzkreise stärken | um 10.15 Uhr im militärischen Teil des Flughafens Tegel landen | John McCain in den Hintergrund gedrängt haben | einen Spenden-Betrug begangen haben | jede Sekunde eintreffen | geschlagen werden | den US-Imperialismus retten | aufgeben | gewinnen | die Maßnahmen am Abend in einer Rede vorstellen | unbedingt als Präsident für die Menschen entscheiden | keine deutschen Soldaten fordern | sich mit Befehlshabern in Baghdad treffen | seinen Wahlkampf in den USA führen | sich erst einmal wählen lassen | vom Ku Klux Klan finanziert worden sein | gegen die Finanzierung der Truppen in Afghanistan und im Irak gestimmt haben | jetzt so ausgerichtet werden, dass er auf das Brandenburger Tor blickt | sich vorerst um seine Familie kümmern | trotzdem die Wahl gewinnen | erstma seine Dokumente zeigen | bereits seit einer Dreiviertelstunde im INVESCO Field sein | ca. 60 Milliarden kosten | an seinen Taten gemessen werden | ein linker Politiker sein? | für Millionen Amerikaner vor allem eines symbolisieren: das Ende der Ära Bush | gewinnen damit er dann paar Wochen später von einen verrückten weissen Rassisten umgebracht wird | mit einer Welle negativer Fernsehspots abgefangen und besiegt werden | Barack helfen und Barack Obama Weltruhm bringen | laut ersten Umfragen gesiegt haben | ruhig kommen | [Q]

Obama war

zu allem Möglichen zu vernehmen | praktizierender Muslim | hart genug | da! | klar überlegen | ein nicht regelmäßig praktizierender Muslim | nie bei der Wehrmacht | fünf, als schon einmal Hass den US-Wahlkampf regierte | auf einmal ein ganz normaler Kandidat | nie in Berlin | in diesem zweiten Duell konkreter | nie ein praktizierender Muslim | gestern | cooler und ruhiger | in Berlin | mit einem gravierenden Handicap in Oxford, Mississippi, eingelaufen | auf der Universität (Harvard Law School) der erste African | in seiner Jugend distanzierter gegenüber Religion und Kirchen | Ayers Professor | lebhafter als die zwischen Maget und Beckstein | bisher nicht in der Lage so etwas zu tun | auf die Äußerung Frau Merkels eingestellt | diese Aussage natürlich eine Einladung | mit Spannung erwartet worden | in der Finanzkrise an seinem Konkurrenten vorbeigezogen | zur Zeit der 68er Krawalle gerade mal sieben Jahre alt | gerade von einer sechstägigen Bustour durch Pennsylvania zurück | dieses Jahr bereits 2 mal auf dem Titelbild des Spiegel | mal Praktikant | also groß | mit Vorteil gestartet | damals acht Jahre alt | stets gegen den Irakkrieg | zuletzt 2006 im Irak | ein Meisterstück politischer Verzauberungskunst, er versprach, die Wunden der Welt zu heilen | in den letzten Tagen so selbstbewusst oder arrogant geworden, je nachdem | am Mittwoch als erster Schwarzer in der Geschichte der USA zum Präsidentschaftskandidaten einer der großen US-Parteien gekürt worden | angesichts dieser konkreten überparteilichen Personalvorschläge für eine Sekunde hörbar irritiert | im Vorwahlkampf beim Volk deutlich beliebter als Hillary Clinton | von Anfang an dagegen | seit 1983 mehrere Male in Kogelo zu Besuch | beim Wintertreffen der Demokraten | und bleibt inhaltlich zu begrüßen | der Höhepunkt | doch ein Senator der auch einige Erfolge vorzuweisen hat | bemüht | weitaus inhaltsreicher | nach dieser Niederlage am Boden | ihm im Wahlkampf begegnet | auch Hauptredner beim diesjährigen Grillfest | besser | zu Gast in der Comedy-Show | zu gut vorbereitet | schon am Montag von dem Mann abgerückt | als Kind eher dicklich | sicher gut beraten, sehr verbindlich aufzutreten | bei der Hochzeit | jemand, der einfach nicht mit ihr kämpfen wollte | einmal Muslim | ein Moslem, aber er hat es verschwiegen | kurz vor 10.00 Uhr aus Israel kommend auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel gelandet | von Beginn an gegen den Krieg | recht forsch | nicht mal in Chicago damals | einer der Kongressabgeordneten | sehr souverän, wie ein richtiger Präsident | vor allem ein gigantisches Medienspektakel | schließlich gezwungen | oft ähnlich hymnisch wie jenseits des Ozeans | abgegeben worden | angetreten, um das Land zusammenzuführen | ein klarer Sieg in North Carolina wichtig | elf, als Joe 1972 in den Senat gewählt wurde | gestern Abend in der Late Show | die Rede | dafür | immer ein Glückskind | bereits sehr früh damit | doch heut in Ramstein | mal bei Google | in Berlin und ich dabei | übrigens der erste, der geantwortet hat | früher zwar muslimisch ist jetzt aber christ | die schlechtere Wahl als Klinton | ähnlich schnell bei der Hand | herrlich | herausgefordert | auf 25 Millionen gekommen | ein Schwarzer in den USA | allein | [Q]

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# Prufung der Leerstelle für Partnerschaft im Deutschland # …schadet der Online-Reputaton (Online Reputation Management Alert) # mit einem guten, alten Blog # Indiens Mondfahrt # in der Puppe des Töchterchens # Getötete Soldaten sind zurück in Deutschland # Weltfinanzgipfel # Tramunfälle # EU will Nacktscanner zulassen # Nicht-Lehrer

About to move

Schrieb irgendjemand zärtlicher und unterhaltsamer vom Überdruss an dieser Stadt? Ed Ward verlässt Berlin, um sich einer neuen Herausforderung zu widmen: »Just think of it: a whole new country to complain about from scratch!«

Stump speech

Wie sich noch die Ankündigung, der gigantischen Konkursverschleppung das bisschen verbliebene Taschengeld der Regierung hinterherzuwerfen, derart geschmeidig in die messianische Rhetorik des Senators aus Illinois einpasst, als wäre sie schon seit sechs Monaten ein feststehendes Topic. Aber es sind ja auch lauter Floskeln des kollektiven Ausnahmezustands – defining moment in our history, not a time for politics, future of the country that we love etc.pp. – mit denen er das Publikum in so eine Art unkritischen Goodwill-Nationalismus hineinmassiert, bis es auch die bürokratisch öden seiner Produkte umstürzend toll findet. Grösstes rhetorisches Talent der letzten Zeit, das nicht vorbehaltlos für die Politik der Angst unterwegs ist. Hinterher würde es freilich arg trist wirken, die Handlungsspielräume, Health Care kannst du eh vergessen, aber wer alle Sinne beisammen hat, wird ohnehin nicht mehr erwarten als nach Amtsantritt ein paar freundliche Gesten. Wenn der Haushalt die jetzt überhaupt noch zuliesse, heisst das, es gibt ja kaum etwas Teureres in der Politik als freundliche Gesten. Und jetzt bricht auch noch in Cuba der autarke Petrosozialismus an…

Entsorgungsgewerbe

Angenommen, die nächste Bundestagswahl wird nicht wegen eines nach Hungerunruhen verhängten Staatsnotstands auf unbestimmte Zeit verschoben, so erscheint es bislang aber durchaus als ungewiss, ob die SPD danach für eine Koalitionsrottung überhaupt wieder benötigt würde. Aus dem autoritär(er)en Krisenregime, das bevorzustehen scheint, werden vor allem CDU und “Linke” politisches Kapital schlagen können. Weil für noch mehr Totschlag im Namen der Befreiung kaum Geld da sein wird und eine moderate Laufzeitverlängerung (15 Jahre?) bei Kuhns und Künasts auf keinen Widerstand mehr trefffen dürfte, der nicht mit einem zusätzlichen Staatssekretärsposten zu überwinden wäre, sollte einer schwarzgelbgrünen Mehrheit im September nichts im Wege stehen. Die Fraktionen der Staatsromantiker könnten danach in der Opposition das überalterte Spitzenpersonal verabschieden und konstruktiv eine Vereinigung im Interesse des Landes angehen, wie es so ihre Art ist. Dass sie unter eineinhalb Jahrhunderte rührseliger Stories und falscher Kritik einen Strich ziehen und das Steinewerfen anfangen, wenn am Kotti die Schützenpanzer auffahren, damit ist aber nicht zu rechnen.

Mögen Noskes Nachfahren auch schwer gezeichnet sein vom zurückliegenden Jahrzehnt verantwortungsethischer Asphyxie: Gestern taten sie einen kollektiven Japs und gaben sich eine neue Führung, worin sie zuletzt ja eine gleichsam jakobinische Behändigkeit entwickelt haben. Ein halbes Tausend waren ihrer erschienen am Neuköllner Schiffahrtskanal im Saal eines Kongresshotels, das mehr Zimmer haben soll als die SPD rote Sonnenschirme mit Kunststofffuss. Manche sagen dem Unternehmen auch eine kongresshotelartige Bezahlung seiner Bediensteten nach, aber allen möglichen Widersprüchen an einem einzigen Samstag nachzugehen, das schaffen nicht einmal Gute Arbeit!-Sozialdemokraten. Die Partei hatte schon genug daran zu tun, ihre frisch vom pfälzischen Wurstwasser gereinigte Staatsweste glattzuziehen und die vom beständigen Kneifen und Schubsen am unteren Drittel der Klassengesellschaft schon ganz arthritischen Hände aufs neue der unbelehrbar nach Führung! schnorchelnden Majorität der Landespopulation entgegenzustrecken.

Denn die solide Mehrheit von Kleinsparern und Doppelhaushälftenabzahlern, da kennt sie SPD sich schon aus, würde abends in dem Schleim, der sich Medienlandschaft nennt, nach tipptopp stimmungsvollen Dreiminütern über das grosse Berliner Hallo! des geschlossenen Desinteresses an Wahrhaftigkeit puhlen. Um sich vom jovialen Sauerländer und vom Gazpromstimmen-Imitator derFrank die herzerwärmende Erzählung abzuholen, wie die SPD, wenn die Banken und Versicherungskonzerne die tags zuvor erteilten Abbuchungsermächtigungen in Anspruch zu nehmen beginnen und danach die Demütigungscenter von neuen Kunden überrannt werden, die beschleunigte Expropriation in Verantwortung für Deutschland gestalten wird. Jedenfalls noch solidarischer, gerechter und verantwortungsvoller, als es während der moderaten Konjunktur unter Schröder möglich war.

Eine von vielen Menschen geteilte Vermutung besagt, die deutsche Sozialdemokratie habe mindestens seit den späten 1970ern in fensterlosen Tagungsräumen ausgeharrt. Auch gestern war es, mittelbarer Anschauung nach, wieder eine sonnenlichtfreie Mehrzweckhalle, in der die Delegierten sich an feurig vorgetragenen Beschlussvorlagen und gedanklich entleerter Rhetorik der gut ausgeleuchteten PodiumsbewohnerInnen berauschten. So ist ihnen wahrscheinlich ein Blick auf das Kanalufer unweit ihres Kongressbunkers verwehrt geblieben. Dort pflegt eine Firma Schrott zu stapeln und zu verladen. Mit dem Einsammeln und Verkaufen u.a. des hier gestapelten und verladenen Schrotts hat die Firma so viel akkumuliert, dass die allgemeinen Gepflogenheiten des liberaldemokratischen Sprachgebrauchs es nahelegen (und das ist auch gut so!), sie ein mittelständisches Unternehmen der Entsorgungswirtschaft zu nennen. Einer der vier Vorstände ist zugleich Präsident der hiesigen IHK, und dem erhöhten Blickwinkel, den eine solche Position mit sich bringt, verdankte sich womöglich seine Einschätzung, »wenn Goldman Sachs sich in Berlin engagiert, scheint es sich doch zu lohnen, wieder in Berlin zu investieren.«. Ein anderes Mitglied des Firmenvorstands ist ein früherer Staatssekretär und Senator für Finanzen, der mit dem Zusammenbruch des letzten Diepgen-Senats infolge des Bankenskandals aus dem Amt schied. Die Vorgänge in und um die damalige Bankgesellschaft Berlin, auch die staatliche Risikobürgschaft, ein Paradestück des schwarzen Populismus, das der neue Senat aus Sozialdemokraten und Gysis PDS anschliessend veranlasste, sind zweifellos Ackermann’sche Hülsenfrüchte im Vergleich zu den aktuellen makroökonomischen Konvulsionen. Wer gestern aus der Neuköllner Kongresshalle den Claim vom »Respekt vor guter Arbeit« vernahm, möchte aber bei der Frage, was damit gesagt werden soll, z.B. an den hiesigen Senat gedacht haben. Der ist aus dem Tarifverbund vor Jahren schon ausgestiegen und hat die Gehälter der Landesbediensteten praktisch eingefroren, damit der Schutzschirm überm Grunewald die Quietschgeräusche der Kinder in Moabit oder Kaulsdorf-Nord abhält, wenn dort wieder Zebra in Aspik (ohne Zebra) auf dem Speiseplan steht.

Der Kandidatendarsteller versuchte den Delegierten gestern seine Erkenntnis zu vermitteln, »Stundenlöhne von vier Euro verstoßen gegen die guten Sitten«. Dass deshalb Stundenlöhne von fünf oder sechs Euro, wie angeblich bei einer Unterfirma des renommierten Entsorgungsunternehmens, dem der Schrottplatz nebenan gehört und das im Wirtschaftssenator der PDS stets »einen sehr verlässlichen Ansprechpartner« findet, mit der sittlichen Verfasstheit der SPD vereinbar wären, das kann nur unterstellen, wer die Verdienste einer Partei nicht würdigen will, die 600000 aus der »Abstellkammer der Sozialhilfe«. geholt hat. Viele von ihnen erfahren sich dank der SPD wieder als brauchbare Mitglieder der Gesellschaft, und sei es, indem sie Mangelernährungstipps im Hartz IV-Selbsthilfeforum diskutieren oder das Anne-Will-Blog beleben.

Als nächstes wolle er, sagte derFrank gestern auch, mit den Unternehmern reden, an ihre Fairness appellieren, dass sie nicht gar so schnell so viele Leute hinauswerfen, jetzt, wenn die Rezession kommt. Dieser von keiner unnötig argwöhnischen Annahme über die Kapitallogik beschädigte Vorsatz könnte sich sogar noch als wahlstrategisch genialer Schachzug erweisen: Wenn nämlich die Chefs ihren Leuten dann auch stecken, dass sie das untätige Herumsitzendürfen bei vollen Bezügen demFrank zu verdanken haben, sollte die absolute Mehrheit für die SPD erreichbar sein!