Monatsarchiv für May 2006

 
 

Haditha

Am unerträglichsten: Wie sie jetzt wieder wochenlang den Mythos der sauberen Kriegsführung verteidigen würden.

Pro Onlinetagebuch

»In this way, Daily Kos and other blogs resemble a political version of those escapist online games where anyone with a modem can disappear into an alternate society, reinventing himself among neighbors and colleagues who exist only in a virtual realm. It is not so much a blog as a travel destination, a place where what you have to say can be more important — at least for a few hours each day — than who you are or what you do.«
> NYT, Can Bloggers Get Real?

Twisted

»Und das Schreckliche ist: Es gibt keinen einzigen Abgeordneten im Bundestag, der sich dafür ausspricht, dass Ausländerinnen und Ausländer hier ohne irgendwelche Auflagen bleiben dürfen oder dass alle Grenzen abgeschafft werden. Im Gegenteil, es gibt einige Abgeordnete aus dem Bundestag, die ausdrücklich begrüßen was hier passiert, und die auffordern dazu, Ausländerinnen und Ausländer zu deportieren oder zu verprügeln.«
> ost:blog

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#123/22

»Der Amok-Junge – Hat ihn Kiffen so böse gemacht?«

Sundance

Zuletzt ein wenig von der Gnade des Internetfernsehens verwöhnt – TVAnts, der chinesische Kommentar und ich – sei ihm der Abend entfremdet worden. Nicht allein vom verrohten Ronaldinho-Fanclub, der, jedes Verlegenheitslächeln des heute Indisponierten beschmachtend, selbst die gut sichtbaren Spitzenleistungen Hlebs und Ljungbergs niedergeschwiegen habe. Im Deutschen Fernsehen interessiere an einem Ausnahmespieler wohl vor allem, wie er in die Mannschaft eingebunden, also in seiner Einzigartigkeit vernichtet werden könne. Und worauf die Reputation Marcel Reifens eigentlich gründe? Wenn es einmal nicht gelinge, der Wahrnehmung das larmoyante Geschwätz zu verbergen, komme man sofort darauf, dass das ganze Interesse des Reif sich darin erschöpfe, die Präsentation seiner überschaubaren Redemittel gegen den von der Bildregie erhobenen Anschein unbeugsam durchzuhalten. Rolf “Wen die Zeitlupe Lügen straft” Kramer in der PayTV-Garage. Beschlossen habe er das Spiel mit dem Gedanken, ein Robert-Pirès-Geheimpokal für unbesprochene Sporttragik müsse gestiftet werden.

Blauäugig, aber blond

Er habe sich, so R. gestern, gleich auf den Tag zu freuen begonnen, an dem auf Anweisung oberer Gerichte das völkische Kartell seine Staatsbürgererlasse werde aufessen müssen. Dass es gar keine Staatssprache gebe, auf die man jemanden in allgemeinem Belang festlegen könne, sei den umsichtigeren Volkstumsingenieuren schon aufgefallen, sie nennten es übrigens einen Standortnachteil gegenüber Österreich. Danach werde freilich die Volksregierung ihren historischen Auftrag erfüllen, unter dem Beifall des ideellen Philologenverbands dem Grundgesetz einen Sprachartikel einzuführen.